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"Die Leute im Osten stehen benommen vor ihrem ausgetauschten Alltag. Alles ist anders.
Ob besser, ob schlechter, ob schöner, ob hässlicher - es ist anders. Andere Butter, andere Träume, andere Sicherheitsschlösser. Ihre Umgebung veränderte sich ohne ihr Zutun. Sie sind in einem anderen land gelandet, ohne sich von der Stelle zu gerührt zu haben. Sie spüren Zugwind, obwohl sie nicht fahren, Was sie schmecken, schmeckt anders, was sie riechen, riecht anders, alles fühlt und hört sich anders an. So glauben sie zuweilen, ihre fünf Sinne nicht mehr beisammen zu haben...", schrieb Jutta Voigt 1993. In ihren Reportagen, Essays und Texten (1979 - 2005)
werden nochmals die gewaltigen Umbrüche in Leben, Denken und Fühlen der vieler Ostdeutscher wieder- und nacherlebar.
