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Die DDR-Bibliothek.
Der Text für eine deutsche Volksoper erschien 1952 und wurde nach heftigen politischen Debatten bald wieder aus dem Verkehr gezogen. Der aufgeregte Streit um das Libretto, das unter dem Eindruck von Thomas Manns Doktor Faustus und unter Rückgriff auf das deutsche Volksbuch entstanden war, entzündete sich an der Faustgestalt, die Eisler ideologiekritisch genutzt hatte und an der er Intellektuellenmentalität vorführen wollte. Der Text geriet in den Sog kulturpolitischer Auseinandersetzungen in der DDR, in die von den Sowjets inszenierte »Formalismusdebatte«.
Hanns Eisler (1898 - 1962); Komponist. Sohn eines jüdischen Philosophen, Gymnasiast in Wien, 1916-1918 Soldat der k.u.k. Armee. 1919-1923 Studium am Wiener Musik-Konservatorium und privat bei Arnold Schönberg. Geht 1925 nach Berlin. Kompositionen für Arbeiterchöre sowie für Bühne und Film. Besondere Beziehungen zu Berthold Brecht. 1933 Emigration nach Österreich, später Dänemark, 1938 in die USA, ab 1942 in Hollywood. 1948 Rückkehr nach Europa, zuerst nach Wien, ab 1949 wieder in Berlin. 1950 Gründungsmitglied der deutschen Akademie der Künste und Leiter ihrer Komponistenklasse.
