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"Was sind die 7 Todsünden in der DDR? Sex und saufen - was sonst". Dies war ein gängiger Scherz, in dem Land, wo so vieles reglementiert war und die Leute dennoch und zwar höchst unterschiedlich sich ihre Vergnügungen verschafften.
Zwar hatte 1988 die sozialistische Teilrepublik die Brüder und Schwestern als Weltmeister im Biertrinken pro Kopf überholt und bei den härteren Getränke gleich hinter Polen und Ungarn sich einrangiert, doch zeigt dieser Sammelband das "Vergnügen in der DDR" mehr war als diese bekannten Klassiker des Arme-Leute- Lebens.
Er tut dies in 25 Essays mit analytischem Blick, mit heiterer Gelassenheit und ganz dem Thema angemessen, und mit wunderbaren, weil erzählenden Fotos u.a. von Harald Hauswald.
Beschrieben und illustriert wird die ganze Palette von Feiern, entspannen, amüsieren, ob als Kleingärtner oder beim Glücksspiel, bei Faschings- und Brigadefeiern oder Punk-Partys, am FKK- Strand, bei der Maidemo oder dem Ritual sonntäglichen Trabi waschen
Dieses Buch schafft ein besonderes Lese- Vergnügen und ist so,, ganz ohne Forschungsgruppen-Auftrag dennoch eine akribische, spannende vorurteilsfreie Bestandsaufnahme in kurzweiliger Form.
